Schlossberatung

Welches Schloss für welchen Zweck?

Ein sicheres Fahrradschloss ist unverzichtbar, um sein Schätzchen vor Diebstahl zu schützen. In einer Welt, in der Fahrräder immer hochwertiger und als unkompliziertes Nahverkehrsmittel immer beliebter werden, steigt leider auch die Zahl der Diebstähle.
Doch welches Schloss bietet den besten Schutz? Die Wahl des richtigen Fahrradschlosses hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa der Sicherheitsstufe, dem Einsatzort oder der Handhabung. Auf dieser Seite möchten wir Euch einen Überblick über die verschiedenen Arten von Fahrradschlössern geben, ihre Vor- und Nachteile aufzeigen und helfen, das für Eure Bedürfnisse passende Schloss zu finden. Egal, ob Ihr euer Rad kurzzeitig abstellen oder es über längere Zeit sichern möchtet – hier erfahrt ihr Grundsätzliches zu den unterschiedlichen Sicherheitslösungen.

 

Das Rahmenschloss (aka „Bäckerschloss“)

wird fest am Hinterbau montiert und sperrt das Hinterrad ab. Bei der einfachsten Version bleibt der Schlüssel im unabgeschlossenen Zustand stecken, man muss also noch nicht einmal den Schlüssel aus der Tasche kramen.

Vorteil: schnell und unkompliziert
Nachteil: das Fahrrad ist nicht angeschlossen, es kann weggetragen und das Schloss leicht geknackt werden.
Wir empfehlen es als Zusatz zu einem zweiten, sicheren Schloss. Alleine ist es ausreichend, um das Rad mal kurz vor dem Bäcker abzuschließen wenn man am Sonntagmorgen Brötchen holt, daher der Spitzname.

 



Rahmenschloss mit zusätzlicher einsteckbarer Kette
Bei dieser Kombination kann das Rad zusätzlich an einem festen Gegenstand angeschlossen werden, was die Sicherheit ungemein erhöht.

 

 

 

 

Das Kabelschloss (aka „Geschenkband“)

Besteht aus einem geflochtenen Stahlseil im Kunststoffüberzug und ist in unterschiedlicher Dicke und Qualität zu bekommen (dicker = besser) Es ist höchstens ausreichend als Zweitschloss, zB um den Helm am Rad anzuschließen oder um das Vorderrad zu sichern. Auch für Kinderräder wird es gerne genutzt.
Vorteil: leicht, unkompliziert, meist gute Länge
Nachteil: leicht zu knacken, geringe Sicherheit

 

 

 

 

Das Panzerkabelschloss
Bei dieser Bauweise ist das Seilschloss von gehärteten Metallhülsen ummantelt, kann also nicht ganz so leicht durchschnitten werden. Es gibt auch hier verschiedene Stärken und Qualitäten. In Punkto Sicherheit gutes Mittelfeld.
Vorteil: sicherer als ein Seil, flexibel in der Form
Nachteil: ist nicht ganz so sicher wie es wirkt, Transport unhandlich

 

 

 

 

Das Kettenschloss
Kettenschlösser gibt es in vielen unterschiedliche Stärken und Sicherheitssufen. Die hier abgebildete Abus City Chain zB hat die höchste Sicherheitsstufe 15.
Kleinere, dünnere Ketten dagegen lassen sich vergleichsweise einfach knacken. Es gilt: je schwerer, desto sicherer.
Vorteil: u:U. sehr sicher, flexibel
Nachteil: schwer, laut, schlecht zu transportieren
Das Faltschloss
Ist sehr beliebt und das nicht einmal zu unrecht. Leider haben sich ob der großen Verbreitung auch die Diebe darauf eingeschossen und wir empfehlen es für hochwertige Räder nur noch in der großen und schwereren Version Abus Bordo Granit.
Es besteht aus kunststoffumhüllten, gehärteten Stahlstäben, die mittels gehärteter Nieten verbunden sind und ist auch mit Alarmfuntion zu bekommen.
Vorteil: lässt sich klein zusammefalten und im zugehörigen Halter verstauen, flexible Form, gute Handhabung
Nachteil: leider nicht ganz so sicher wie gute Bügel- oder Kettenschlösser, klappert manchmal.
Das Bügelschloss
ist nach wie vor der Goldstandard, wenn es um Fahrradschlösser geht. Auch hier gibt es verschiedene Sicherheitslevel, in jedem davon ist jeweils die Relation Gewicht / Sicherheit besser als bei anderen Bauarten.
Unser sicherstes Schloss derzeit ist das Abus Granit Super Extreme, dem auch ein Trennschleifer nichts anhaben kann.
Vorteil: je nach Level höchste Sicherheit, mit Halter gut am Rahmen zu befestigen, handlich
Nachteil: unflexibel, lässt sich nicht überall anschließen.
Noch ein Wort zu Schließzylindern, auch sie haben natürlich einen riesigen Einfluss auf die Sicherheit eines Schlosses.
Fast am einfachsten zu knacken sind Zahlenschlösser. Mit etwas Übung und Fingerspitzengefühl lässt sich die richtige Kombination ertasten.
einfache Schließzylinder lassen sich per „Picking“ bzw. teilweise auch mit Gewalt öffnen.
am sichersten sind Scheibenzylinder, erkennbar an dieser Art Schlüssel.
Sehr praktisch: viele ABUS-Schlösser sind mit der One-Key Option erhältlich.
Das bedeutet: man kann ein Zweitschloss mit dem gleichen Schlüssel bestellen bzw. mehrere Schlösser mit dem gleichen Schließzylinder. Auch Ersatzschlüssel sind einfach zu bekommen.
Es gibt inzwischen auch Schlösser, die sich per Mobiltelefon, per Karte oder gar durch Fingerabdruck entsperren lassen. Hier haben wir noch nicht viel persönliche Erfahrungen gesammelt, werden aber berichten, wenn es soweit ist.
Alarmfunktionen
Etliche Schlösser gibt es mittlerweile mit eingebauter Alarmanlage. Diese wird per Bewegungssensor aktiviert und schlägt entweder den Dieb in die Flucht oder ruft den Besitzer / die Besitzerin des Rades herbei.
Wir empfehlen diese Schösser zB. Menschen, die auf ihrer Radtour neben dem Zelt keine Anschließmöglichkeit haben und das Rad am nächsten Morgen auf jeden Fall brauchen…
Bei uns im Laden findet Ihr eine große Auswahl von Schlössern aller Art. Wir beraten euch gerne, kommt vorbei.
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